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  • ginamuenstermann

Der Vor-Fall | Folge 2

Wenn das Aufstehen aus der Hocke zum Kraftakt wird und Schmerzen wie Serienblitze einschlagen, gehe sogar ich zum Neurologen. Die Suche nach der Erlösung geht in den zweiten Akt.


Eine Woche später kann mich nicht mehr bücken, Schuhe an- und ausziehen ist eine Qual, beim Treppenabsteigen knicke ich ein und dann ist da dieser Kraftverlust im linken Bein. Wenn ich beim Einkaufen vor dem Regal in die Hocke gehe, halte ich mich beim Aufrichten fest, weil ich nicht sicher bin, ob ich die Kraft habe, wieder aufzustehen.


Aufgrund der zunehmend lähmenden Nervenschmerzen gehe ich zum Neurologen. Ich verlasse die Praxis nach ein paar Muskeltests mit starken Schmerzmitteln, einer Überweisung in die Radiologie für ein MRT sowie einem Rezept für Physiotherapie.


Zehn Tage später, es ist kurz vor Weihnachten, halte ich den Befund der Magnetresonanzuntersuchung in den Händen. Da stehen Dinge wie «Osteochondrose» (Knochendichte-Abbau), «Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule (LWS)» und «mittelgradige bandscheibenbedingte Neuroforamenstenose L4 links».


Ich weiss nicht, wie es dir geht, wenn du das liest. Ich sagte mir: «Das ist der Preis für zehn Jahre Leistungssport und ein aktives Leben. Fang an, mit dem Rücken einer Siebzigjährigen zu leben.» Mit diesen Gedanken habe ich Weihnachten, Neujahr und den halben Januar zugebracht und täglich physiotherapeutische Übungen und sanftes BODYART trainiert. Allmählich liessen die Nervenschmerzen nach, sodass ich die Schmerzmedikamente absetzen konnte.


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